Wirtschaftssysteme: Systemtheorie einer allgemeinen by Philipp Herder-Dorneich

By Philipp Herder-Dorneich

Die vorliegende Untersuchung ist Teil eines Arbeitsprogrammes, das den Verfasser seit Jahren beschaftigt. Der Versuch, hier einigen Querverbindungen zwischen der vorliegenden Arbeit und anderen, alteren und jungeren Datums, nachzugehen, magazine dazu dienen, den Standort in der Ideenentwicklung aufzuzeigen. Er soll es dem Leser erleichtern, Gemein samkeiten trotz unterschiedlicher und Unterschiede trotz gemeinsamer Terminologie zu erkennen. In einer Zeit, in der das Interdisziplinierte oft zum Vorwand fur das Undiszi plinierte wird, erscheint es zweckmassig, einen einmal entwickelten Ansatz zunachst kon sequent weiterzuverfolgen und dann, nach Zurucklegung einer mittleren Wegstrecke, eine Orientierungspause einzuschalten. Im Mittelpunkt dieser und anderer Arbeiten des Verfassers steht das challenge der Versor gung. Den Ausgangspunkt von der Wirtschaftswissenschaft her zu nehmen legt sich nahe, wenn guy bedenkt, dass sich diese Disziplin geradezu als Wissenschaft von der Versor gung bzw. als Herausforderung an die Knappheit begreift. Beschaftigt sich die Mikro okonomik mit der Versorgung auf einzelnen Markten, so hat die Makrookonomik die Versorgung einer ganzen' Volkswirtschaft im Auge. Die Mikrookonomik warfare lange Zeit Herzstuck der Versorgungslehre. Sie erreichte in der osterreichischen, in der Cambridger und der Lausanner Schule den Hohepunkt ihrer Ent wicklung. Mikrookonomik und Volkswirtschaftslehre waren in der Neoklassik praktisch identisch. Der Neoliberalismus stellte diesem neoklassischen theoretischen Lehrgebaude sein genauso in sich abgeschlossenes wirtschaftspolitisches method an die Seite. Um die Mitte der dreissiger Jahre erwuchs der neoklassischen Mikrookonomik in der Makrookonomik ein gewichtiger Rivale. Bald traten beide okonomiken in Gegensatz zueinander. Neoklassiker und Neomerkantilisten lieferten sich einen erbitterten Kam

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Da die verschiedenen Austauschströme grundsätzlich als Märkte bezeichnet werden können, bleibt unser Modell noch ganz im Rahmen der Marktökonomik. 3 Ein Traveller-Check-Modell Wir wollen unser Modell nun erweitern und legen wiederum eine einfache Beobachtung zugrunde. Ein Reisender möchte seine liquiden Mittel, die er während der Reise mit sich trägt, vor Diebstahl und Verlust ~chützen. Er möchte erreichen, daß se:ne liquiden Mittel ausschließlich für ihn selbst wertvoll sind, sonst aber für niemanden; gleichzeitig möchte er aber, daß er seine liquiden Mittel beliebig 43 verwenden kann.

Geld kann ebenso gegen Berechtigungsscheine 44. im Rahmen einer Repartition getauscht werden. Von derselben Teilbeobachtung (Austausch von Geld) ausgehend, stoßen wir also auf sehr verschiedene Versorgungssysterne, die sehr unterschiedlich wirken. Dieselbe Problematik ist bei der Beobachtung von Konkurrenz zu beachten. Konkurrenz kann auf einem Markt beim Austausch gegen Geld wirken. Sie braucht es jedoch nicht notwendigerweise. Konkurrenz kann nämlich auch um Gutscheine und um Berechtigungsscheine ausgetragen werden oder sich um Wahlstimmen bei einer Wahl entfalten.

Dies geschieht durch Einbezug einer ganzen Reihe von Märkten, die zu einem in sich geschlossenen komplexen System eng miteinander verbunden werden. In unserem Modell der Figur 32 sind zwei Transportmärkte und zwei Kreditmärkte kombiniert worden. Sie sind zusammengeschlossen durch Kreislauf der Gutscheine (Konnossemente), die durch das ganze System entgegen der Waren- end Geldrichtung hindurchströmen und es auf diese Weise zusammenhalten. Solange die Gutscheine nicht zu ihrem Ursprung zurückgeflossen sind, bleibt das ganze System in Spannung.

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