Trotzdem Ja zum Leben sagen. Ein Psychologe erlebt das by Viktor E. Frankl

By Viktor E. Frankl

Das internationale Erfolgsbuch von Viktor E. Frankl in Neuausgabe„Die Konzentrationslager Hitlers und Himmlers sind heute historisch, sie sind nur ein Beispiel f?r vielfach andere, neuere H?llen; und wie Viktor Frankl seine Lager-Zeit ?berwand, das ist inzwischen anwendbar geworden auf viele, nicht nur deutsche Situationen, die Zweifel am Sinn des Lebens nahelegen.“Hans Weigel im Vorwort

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Die Geige weinte - in mir weinte etwas mit. Denn an diesem Tage hatte jemand seinen vierundzwanzigsten Geburtstag; dieser Jemand lag in irgendeiner Baracke des Auschwitzer Lagers, also nur ein paar hundert oder ein paar tausend Meter von mir entfernt - und doch unerreichbar; dieser Jemand war meine Frau. 52 Lagerhumor Ist es schon erstaunlich genug für den Außenstehenden, daß es im Konzentrationslager so etwas wie Natur- oder Kunsterleben gibt, so mag es noch erstaunlicher klingen, wenn ich sage, daß es dort auch Humor gibt.

Zu schweigen von einem zusätzlichen Leistungshonorar: Solange es noch auf den Arbeitsplätzen mittags Suppe gab, konnte ich damit rechnen, daß er bei deren Ausgabe, wenn ich an die Reihe kam, mit dem Schöpflöffel ein wenig tiefer griff und vom Boden des Fasses einige Erbsen heraufholte. Dieser Capo, ein ehemaliger Offizier, hatte sogar hier die Zivilcourage, jenem über mich so erbosten Vorarbeiter abseits zuzuflüstern, er kenne mich sonst als einen »guten Arbeiter«. Es nützte nichts - aber diese eine meiner Lebensrettungen gelang trotz alledem: der Capo schmuggelte mich am nächsten Tag einfach in ein anderes Arbeitskommando hinein.

Beschäftigt wird. Wenn dann bei der Abfuhr über holprige Felder die Jauche - wie gewöhnlich - ins Gesicht spritzt, wird ein Zusammenzucken oder der Versuch des Wegwischens sicher nur mit einem Stockhieb seitens des Capos quittiert werden, der sich über die »Zimperlichkeit« seines Arbeiters aufregt. Das Abtöten der normalen Gefühlsregungen schreitet dann immer weiter fort. Anfangs schaut der Häftling weg, wenn er etwa zum Appell kommandiert ist, um beim Strafexerzieren irgendeiner Gruppe zuschauen zu müssen.

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