Strukturwandel der Verteidigung: Entwürfe für eine by Hartmut Bebermeyer (auth.)

By Hartmut Bebermeyer (auth.)

Friedenspolitik wird heute viel zu häufig verengt auf den einen, wenn auch wichtigen Teilbereich Sicherheitspolitik. Friedenspolitik ist mehr. Sie umfaßt nicht nur das Verhältnis zu den Nachbarn in all seiner Vielschichtigkeit, sondern auch zum Bürger im eigenen Lande und überlagert weite Bereiche gesamtstaatlichen Handelns. Friedenspolitik verlangt eine umfassende Stra­ tegie im globalen Sinne und zugleich für ihre Teile, additionally auch die Sicherheits­ politik. Das Aufbegehren gegen die Konsequenzen der aktuellen verteidigungs­ politischen Doktrinen zeigt, wie brüchig die herkömmlichen Antworten ge­ worden sind. Der zunehmende elementare Protest gegen den Rüstungswahn­ sinn wird allerdings primär getragen von moralisch-emotionaler Empörung und Gegenwehr, oft genug unter ausdrücklichem Verzicht auf eine Argumen­ tation, die machtpolitische Faktoren und strategische Kalküle einbezieht. Nicht zuletzt deshalb, weil hinter der (scheinbaren) Sachlichkeit solcher Argumentationen ein Abgrund von Irrationalismen empfunden wird, denen guy sich auf diese Weise zu entziehen versucht. Neue Ansätze einer umfas­ denden Diskussion sicherheitspolitischer alternativer Konzepte entwickeln sich unter diesen Prämissen bestenfalls sporadisch, sind immer noch das Ge­ schäft von Außenseitern. Doch angesichts wachsender politischer Instabilitäten und immer größer werdender technologischer Gefahren wird es dringender denn je, konkrete Möglichkeiten zu untersuchen und in eine breite Diskussion zu bringen, wie und mit welchen Veränderungen der politischen und militärischen Kriegsverhütungsstrategien mehr Sicherheit zu erreichen ist. Die Erkenntnis allein, daß die gültigen Konzepte und Verhaltensweisen eher neue Gefahren heraufbeschwören und deshalb im Interesse größerer Sicherheit zu ändern sind, hilft wenig, wenn sie nicht durch neue Strategien konkretisiert wird.

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Der Absatzstil im AuBenhandel weist von jeher einen starker konservativen Charakter als derjenige des Inlandsgeschaftes auf. Das ist eine alte Tatsache. 1m Export wurde erst relativ spat zu einer kontinuierlichen, konsequent geplanten Marktbearbeitung und Marktpflege iibergegangen. Mit der nahezu permanenten Ausweitung des Ausfuhrvolumens und der Exportquote vieler Unternehmen fan den die Auslandsmarkte immer groBere Beachtung, und dies urn so mehr, als sich die Exportunternehmen, verglichen mit friiheren Zeiten, veranderten Bediirfnissen, Wiinschen und Problemen der ausHindischen Abnehmer gegeniibergestellt und einem intensiveren Wett bewerb auf fremden Absatzmarkten ausgesetzt sahen.

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Als besonders destabilisierend müssen Waffentechnologien und Waffensysteme bezeichnet werden, die - die Fähigkeit zu einem nuklearen Erstschlag verleihen und einen nuklearen Zweit schlag des Gegners abwehren können; - die den Ersteinsatz von Nuklearwaffen wahrscheinlicher machen; - die einen nuklearen Präemptivschlag des Gegenübers prämiieren (Präemptionszwang); - die Selbstabschreckung senken und die Wahrscheinlichkeit einer frühen Freigabe von Nuklearwaffen für den Einsatz auf dem eigenen Territorium erhöhen; - für den Gegner nicht unterscheidbar sind, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, daß er auf eine konventionelle Rakete für Aufgaben der Abriegelung der zweiten Angriffswelle nuklear reagiert; - die Kalkulierbarkeit und Berechenbarkeit der eigenen militärischen Mittel und Aktionen senken, die Mißtrauen fördern und die Erfolgsaussichten einer Politik der Entspannung und Rüstungskontrolle senken.

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