Sozialverträgliche Technikgestaltung: Wissenschaftskritik by Robert Tschiedel

By Robert Tschiedel

"Jlihrlich werden derzeit in Wissenschaft und Technik rund zwei Millionen Aufsatze in a hundred. 000 Fa. chzeitschriften ver5ffentlicht. Hinzu kommen in jedem Jahr rund 10. 000 neue Fa. chbiicher. Aus der sogenannten grauen Literatur, die normalerweise nicht im Buchhandel erhii. ltliche Schriften und Konferenzmitteilungen umfaBt, kommen professional Jahr noch einmal zwei Millionen Berichte hinzu. Das heiBt, daB an jedem Arbeitstag eines Jahres etwa 20. 000 neue Ver5fi'entlichungen erscheinen. Fiir die Zukunft wird mit einer jahrlichen Steigerungsquote zwischen fUnf und zehn Prozent gerechnet. " (Frankfurter Rundschau -Nr. 287 -10. 12. 1983 -S. thirteen) Fiir den Sozialwissenschaftler kommt hinzu, daB es mit Fa. chberichten nicht getan ist. Alles andere, was once auch immer publiziert, gesendet oder sonstwie der Perzeption zuganglich wird, kommt als Quelle in Betra. cht, als fait social, als Randbedingung, je na. ch Theorie. AuBerdem ist die Differenz zwischen Datum und details, auf die neuerdings auch die Kiinstliche-Intelligenz-Forschung immer wieder st5Bt, in den So zialwissenschaften wohl noch ausgepragter als "in "reiferen" oder technischeren oder erstarrteren Disziplinen. Der Umgang mit diesem challenge ist unterschiedlich. Die Gliederung des Wissens na. ch Disziplinen reduziert die Komplexitat, behindert aber auch zum Teil notwendige Informationsfliisse. "Markte" und Zitationskartelle sind der Wissenschaftssoziologie seit langem bekannt. Einem textual content eine Zusammenfassung voranzustellen, wird immer iibli cher. Datenbanken beginnen mit Bibliotheken zu konkurrieren. guy kann in aller Kiirze in BuchUi. den Computerrecherchen kaufen, das individuelle Buch fUrs eigene challenge.

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A. 1978, RIESENHUBER 1985) hinsichtlich in verschiedener Weise schiidlicher Technikwirkungen, daB ich hier auf die hundertste und tausendste Aufziihlung dessen verzichte, was alles Technik neben dem Positiven auch an Negativem mit sich gebracht hat. sident RAU bei derselben Yeranstaltung: "Ich seiber (... rwissenschaftliche Literatur hinzu, Bibliotheken. Ich erlaube mir also, statt Schadens- und Katastrophenlisten vorzufUhren, davon auszugehen, daB es Schwierigkeiten mit der Technik genug gibt, die begriinden, daB es sich lohnt, dariiber nachzudenken, wie man (und wer) Negativfolgen (hier: im sozialen Bereich) kiinftig besser vermeiden konnte, daB es also das gibt, was man mit Bezug zur Thema-Formel Gestaltungsnotwendigkeit nennen sollte.

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Glichkeit des Verkehrssystems der OECD-Staaten oder von verkehrsberuhigenden MaBnahmen in meinem Wohnviertel rede. glichkeitspriifungen, wie sie bisher vorgeschlagen und durchgefiihrt worden sind, gerade in der Dimensionierung des sozialen Feldes bestanden hat. Das hat, darauf war hier hinzuweisen, dann aber auch Folgen filr die Parteiungs-Struktur des Konfiiktfeldes wie auch filr die Argumentationsstruktur. Die Sozialvertraglichkeit einer technischen Neuerung in einem Dorfe muB nicht dieselbe Parteienkonstellation hervorbringen wie auf Bundesebene.

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