Migration, Ethnie und Geschlecht: Theorieansätze — by Iris Bednarz-Braun, Ulrike Heß-Meining

By Iris Bednarz-Braun, Ulrike Heß-Meining

Das Ziel der vorliegenden Publikation ist es, die geschlechterspezifische Seite von Migration und interethnischen Beziehungen innerhalb einer multi-ethnisch gestalteten Gesellschaft deutlich zu machen. Zunächst werden theoretische Debatten und analytische Konzepte zum Zusammenhang von Migration, Ethnie und Geschlecht - auch aus dem angelsächsischen Raum - nachgezeichet. Es folgen Informationen über den empirischen Forschungsstand in Deutschland, konzentriert auf ausgewählte Lebensbereiche: Familie, Bildung, Ausbildung und Freizeit. Die vorhandene Datenlage verweist darauf, dass sich Lebensgestaltungs- und Entfaltungsmöglichkeiten nach Ethnie- und Geschlechtszugehörigkeit ausdifferenzieren. Eine examine dieser Unterschiede führt zu der Frage, auf welche sozialen Rahmenbedingungen und Konstruktionen sich bestehende Ungleichheitslagen, aber auch Wandlungsprozesse zurückführen lassen. Das Buch ist für PraktikerInnen, PolitikerInnen und WissenschaftlerInnen aufschlussreich, die sich mit geschlechterbezogenen Fragestellungen des Zusammenlebens und der gesellschaftlichen Teilhabechancen von in der Bundesrepublik lebenden zugewanderten und einheimischen Bevölkerungsgruppen befassen.

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Exportmarketing

Der Absatzstil im AuBenhandel weist von jeher einen starker konservativen Charakter als derjenige des Inlandsgeschaftes auf. Das ist eine alte Tatsache. 1m Export wurde erst relativ spat zu einer kontinuierlichen, konsequent geplanten Marktbearbeitung und Marktpflege iibergegangen. Mit der nahezu permanenten Ausweitung des Ausfuhrvolumens und der Exportquote vieler Unternehmen fan den die Auslandsmarkte immer groBere Beachtung, und dies urn so mehr, als sich die Exportunternehmen, verglichen mit friiheren Zeiten, veranderten Bediirfnissen, Wiinschen und Problemen der ausHindischen Abnehmer gegeniibergestellt und einem intensiveren Wett bewerb auf fremden Absatzmarkten ausgesetzt sahen.

Internationale Handelsfinanzierung: Strategien für Auslandsinvestitionen und Handel

Herbert Keßler ist Prokurist und Abteilungsdirektor für Außenhandelsfinanzierung einer großen Landesbank und als Fachautor und Referent bekannt.

Wie beurteilt man eine Bilanz?

1 Das Recht des Jahresabschlusses. . . . . . eleven 1. 1 Die Bestandteile des Jahresabschlusses. . . . . . . . . . . 12 1. 1. 1 Die Bilanz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 1. 1. 2 Die Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . sixteen 1. 2 Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung .

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1m Rahmen seiner Theorie zur Rassenungleichheit, die aus einer marxistisch-strukturellen Perspektive entwickelt wird und sich mit der Herausbildung von Segmentationsstrukturen auf dem Arbeitsmarkt befasst, thematisiert Mario Barrera mit Blick auf die untergeordnete berufliche Stellung von in die USA rnigrierten Chicanos ebenfalls die Bedeutung askriptiver Merkmale. Er argumentiert, dass die Bevolkerungsgruppe der Chicanos und Chicanas als ein untergeordnetes askriptives Klassensegment in das US-amerikanische Wirtschaftssystems integriert worden sei.

183). Urn den sozialen Konstruktionsprozess von ethnischen Grenzziehungen bzw. der Hervorbringung hegemonialer Gegenbilder innerhalb eines Zuwanderungslandes zu erhellen, empfiehlt Neckel soziologische Analysen, die die "selbsterzeugten sozialen Konstruktionen von Ethnizitiit" in den Blick nehmen und die ausgehandelten ethnischen Grenzziehungen sichtbar machen, Zur sozialen Konstruktion von Geschlecht und Ethnie 49 "die heute nicht von kulturellen Fremdheitserfahrungen und auch nicht durch das Wirken okonorruscher Zwange verursacht sind, sondem durch politische Konkurrenz urn materielle Ressourcen und staatsbiirgerliche Rechte" (Neckel 1997, S.

240, zitiert bei Treibel1999, S. 181). Nach Hoffmann-Nowotny funktioniert dieser Entspannungsprozess zwischen Einheimischen und Zugewanderten nur, solange die Zugewanderten diese Hierarchisierung akzeptieren, etwa weil sich ihr eigener VergleichsmaBstab noch an den in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht ungiinstigeren Bedingungen im eigenen Herkunftsland orientiert. Findet hingegen eine statusmiillige Orientierung an den Verhaltnissen im Aufnahmeland statt, gerat die Stabilitiit dieses hierarchischen Modells ins Wanken und wird aus der Sicht der Zugewanderten hinterfragt: "Das Gefiihl der Diskriminierung entsteht erst dann, wenn die Mobilitatsaspirationen (wieder) erhoben werden.

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