Lebenswelt oder Natur. Schwacher Naturalismus und by Walter Emanuel Simon

By Walter Emanuel Simon

In seinen neueren Veröffentlichungen tritt Jürgen Habermas immer wieder als prominenter Kritiker von Naturalismus und Szientismus auf. Er will die kommunikative Vernunft vor ihrer Reduktion auf die instrumentelle bewahren, ohne dabei hinter die Voraussetzungen dessen zurückzufallen, used to be er nachmetaphysisches Denken nennt. So entwickelt er seinen eigenen schwachen oder weichen Naturalismus, in dessen Zentrum der Begriff der Lebenswelt steht. Die vorliegende Arbeit nimmt einen Gedanken von Peter Dews auf und zeichnet die Spannung zwischen Naturalismus und Anti-Naturalismus bei Jürgen Habermas nach. Diese zeigt sich vor allem im ungeklärten Verhältnis der Begriffe Natur und Lebenswelt.

Autor:
Walter Emanuel Simon, geboren 1984 in Offenbach am major, studierte katholische Theologie und Philosophie in Münster, Rom und Frankfurt am major. Mit der vorliegenden Arbeit wurde er im Jahr 2014 an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am major zum Dr. phil. promoviert.

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Lebenswelt oder Natur. Schwacher Naturalismus und Naturbegriff bei Jürgen Habermas

In seinen neueren Veröffentlichungen tritt Jürgen Habermas immer wieder als prominenter Kritiker von Naturalismus und Szientismus auf. Er will die kommunikative Vernunft vor ihrer Reduktion auf die instrumentelle bewahren, ohne dabei hinter die Voraussetzungen dessen zurückzufallen, used to be er nachmetaphysisches Denken nennt.

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36 Zwar gesteht Searle zu, dass einige illokutionäre Akte im Hinblick auf ihre perlokutionären Effekte hin bewertet werden können. 63 Das Paradigma für die Erkenntnis natürlicher Tatsachen sind nach ihm die Naturwissenschaften. In einem naturwissenschaftlichen Weltbild lassen sich nun einige Tatsachen nicht ohne Weiteres unterbringen. Neben den ethischen und den ästhetischen, auf die Searle im Folgenden nicht weiter eingeht, nennt er sodann die institutionellen. Der Vollzug eines Sprechaktes ist für Searle eine solche institutionelle Tatsache, die auf Regeln beruht und sich daher nicht auf natürliche Tatsachen reduzieren lässt.

94–155. 3 Wahrheit und Realismus Im Anschluss an Michael Dummett überträgt Habermas dessen Einsichten auf seinen eigenen Entwurf der Geltungsansprüche. Unter den Geltungsansprüchen nimmt aber die Wahrheit – schon im Hinblick auf die philosophische Tradition – eine privilegierte Stellung ein. Jedoch stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage nach dem Realismus, also danach, inwieweit unsere Urteile mit einer vom Subjekt unabhängigen Realität zusammenhängen. Diese Fragen sind auch für die Diskussionen um den Naturalismus von enormer Bedeutung.

111 Habermas sieht die Aufgabe der Universalpragmatik darin, „universale Bedingungen möglicher Verständigung zu identifizieren und nachzukonstruieren“ (J. Habermas : „Was heißt Universalpragmatik ?  353). 112 Ernst Tugendhat erklärt den Begriff der Pragmatik im Anschluss an Charles W. Morris mit Bezug auf die Zeichentheorie. Dabei muss man sich klarmachen, dass zum Bezeichnen immer drei Dinge gehören : „(a) ein (oder mehrere) Zeichen, (b) ein Bezeichnetes und (c)“ jemand, der dieses Zeichen als Zeichen eines Bezeichneten versteht.

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