Interessenverbände und Umweltpolitik in den USA: Die by Joachim Amm

By Joachim Amm

In den sechziger Jahren nahm in den united states sowohl die Belastung der Umwelt als auch das Umweltbewusstsein der Bevolkerung in starkem Masse zu. Vor diesem Hintergrund geht die vorliegende Untersuchung schwerpunktmassig der bislang nicht systematisch untersuchten Frage nach, ob, wie und warum die Wirtschaftsverbande, Gewerkschaften und Naturschutzorganisationen in den united states seit 1960 die Umweltthematik aufgenommen und verarbeitet ha ben. Diese drei Verbandstypen sind einesteils in zentraler Weise von der Umweltthematik betroffen. Zugleich kommt aber gerade den Organisationen dieser drei Verbandstypen auch generell eine wichtige Rolle als intermediare Akteure im approach der politischen Interessenvermittlung zu, so dass deren am Beispiel der Umweltfrage untersuchte Problemverarbeitungsleistung auch als ein Indiz fur die Elastizitat des u. S. -Verbandesystems insgesamt, additionally fur dessen Anpassungskapazitat an neue Themen und Inputs, gedeutet werden konnte. Die empirische Untersuchung dieser Studie zerfallt in zwei Hauptteile: Auf der verbandesystemischen Analyseebene wird das Verbandespektrum auf Ausdifferenzierungen seit 1960 hin untersucht, auf der einzelverbandli ehen Akteursebene werden fifty six der wichtigsten nationalen Verbande der drei untersuchten Typen empirisch betrachtet, um festzustellen, inwieweit auch "alte," d. h. schon vor 1960 existierende Verbande die Umweltfrage - mogli cherweise in unterstutzender shape - in ihre Verbandsagenda integriert ha ben. Als Indikatoren zur Messung von Umweltthematisierung und -verarbei tungsform werden u. a. die Proklamierung von Umweltzielen, die Einrich tung von verbandlichen Umweltabteilungen, die Beteiligung an umweltpoli tischen Anhorungen der U. S. -Kongressausschusse und die Durchfuhrung umweltbezogener Werbung herangez

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1 Das Recht des Jahresabschlusses. . . . . . eleven 1. 1 Die Bestandteile des Jahresabschlusses. . . . . . . . . . . 12 1. 1. 1 Die Bilanz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 1. 1. 2 Die Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . sixteen 1. 2 Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung .

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300). 125 Vgl. Hall 1987, p. 302. Der "population ecology"-Ansatz schließt die Möglichkeit auch einzelverbandlichen Wandels zwar nicht vollständig aus (vgl. Pfeffer/Salancik 1978, p. 3), betrachtet sie aber als offenbar vernachlässigenswert und thematisiert sie daher nicht (vgl. Hall 1987, pp. 300, 302; Pfeffer/Salancik 1978, p. 227). 46 zeichnen, daß sich der Bedeutungsrückgang der sozialen Konfliktlinie und der Bedeutungszuwachs der umweItbezogenen Konfliktlinie auch in einem entsprechenden Wandel des zahlenmäßigen Kräfteverhältnisses der die Konfliktlinenpositionen repräsentierenden Verbände abbilden würde.

50 ("solidary incentives")142. Deshalb sei, im Gegensatz zu Olsons Vermutung, durchaus mit der verbandsf6rmigen Organisierung auch von "public interests" zu rechnen. h. als "rational choice" anzusehen seien, weil auch "purposive incentives" in bestimmten Aspekten "selective" seien, weil sich beispielsweise im Falle von politischen Erfolgen das erfiillende Gefühl, persönlich zu diesen beigetragen zu haben, nur bei einer Verbandsmitgliedschaft einstelle l43 . Knoke behauptet zu Recht, daß Moe mit dieser definitorischen Erweiterung Olsons "rational choice"-Begriff verwässert 144, denn die Einbeziehung von "purposive incentives" bedeutet in der Konsequenz die Vereinnahmung pluralismustheoretischer Grundannahmen.

122 Vgl. Harper 1989, pp. 137-139. Berry (1989, p. 25) verweist exemplarisch auf die "Federal Election Campaign Amendments" von 1974, welche die schnelle Gründung vieler "political action committees" (PACs) zur Folge hatte, die dem Zweck dienen, die Sammlung und Weiterleitung der jetzt rechtlich erleichterten Wahlkampfspenden an Kandidaten und Abgeordnete des Kongresses zu koordinieren. 45 als Bestandteil sozialer Bewegungen angesehen werden l23 , deren (neue) Themen die Verbände also aufgegriffen haben müssen.

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