Grundlagen psychosozialer Beratung: Ein modelltheoretischer by Hans Zygowski

By Hans Zygowski

In kritischer Auseinandersetzung mit der Psychiatriereform in der BRD und über eine Neustrukturierung der Diskussion um das "medizinische Modell" der Erklärung und Behandlung psychischer Störungen werden die Grundlagen für ein psychosoziales Störungsmodell entwickelt. Im Sinne dieser Modellperspektive resultieren psychische Störungen aus sozioökonomisch begründeten psychosozialen Widersprüchen und Ambivalenzen. In Abgrenzung zu psychologischer Beratung ist psychosoziale Beratung auf eine reflexive Durchdringung eines mehrwertigen psychosozialen Belastungsgefüges und seine handlungspraktische Beeinflussung ausgelegt, wobei psychosoziale Abwehrprozesse zu überwinden und individuelle wie soziale Bewältigungsmethoden modellgerecht zu integrieren sind."(...) Das enorm materialreiche Buch macht Hoffnung,daß - zumindest theoretisch - den Menschen der Steigbügel zu halten ist, individuell wie kollektiv ihre in Gesellschaft gründenden Probleme sozialkreativ zu bewältigen".Psychologie Heute 4/90

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Exportmarketing

Der Absatzstil im AuBenhandel weist von jeher einen starker konservativen Charakter als derjenige des Inlandsgeschaftes auf. Das ist eine alte Tatsache. 1m Export wurde erst relativ spat zu einer kontinuierlichen, konsequent geplanten Marktbearbeitung und Marktpflege iibergegangen. Mit der nahezu permanenten Ausweitung des Ausfuhrvolumens und der Exportquote vieler Unternehmen fan den die Auslandsmarkte immer groBere Beachtung, und dies urn so mehr, als sich die Exportunternehmen, verglichen mit friiheren Zeiten, veranderten Bediirfnissen, Wiinschen und Problemen der ausHindischen Abnehmer gegeniibergestellt und einem intensiveren Wett bewerb auf fremden Absatzmarkten ausgesetzt sahen.

Internationale Handelsfinanzierung: Strategien für Auslandsinvestitionen und Handel

Herbert Keßler ist Prokurist und Abteilungsdirektor für Außenhandelsfinanzierung einer großen Landesbank und als Fachautor und Referent bekannt.

Wie beurteilt man eine Bilanz?

1 Das Recht des Jahresabschlusses. . . . . . eleven 1. 1 Die Bestandteile des Jahresabschlusses. . . . . . . . . . . 12 1. 1. 1 Die Bilanz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 1. 1. 2 Die Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . sixteen 1. 2 Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung .

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So werde in ihr die "Umkehrbarkeit" der Krankenrolle ("Wer von Rollenverpflichtungen frei sein möchte, spielt die Rolle des Kranken; will man jemand von Verantwortung befreien, so stempelt man ihn zum Kranken ... ). Vor allem gelingt es der Parsonsschen Krankheitskonzeption nicht "zu begründen, wie es zur Übernahme der 'Krankenrolle' in einem erheblichen Teil der Varianz kommt und warum es Angehörigen von soziokulturell relativ klar typisierbaren Gruppen Schwierigkeiten bereitet, sich der Idealnorm entspreChend zu verhalten.

Gewöhnlich werden Menschen, die unter ihrem eigenen Verhalten leiden und darüber klagen, als 'neurotisch', und jene, unter deren Verhalten andere leiden und über die sich andere beklagen, als 'psychotisch' bezeichnet" (Szasz 1972a, 294). Der Begriff "Geisteskrankheit" sei deshalb ohne wissenschaftlichen Wert, da er die sozialen und individuellen Probleme der Menschen nur in mythisch - metaphorischer Form aufnehme. "Anstatt die Aufmerksamkeit auf widersprüchliche Bedürfnisse, Strebungen und Wertvorstellungen zu lenken, liefert der Begriff der seelischen Krankheit einen amoralischen, unpersönlichen 'Gegenstand' (eine 'Krankheit') als Erklärung für Lebensschwierigkeiten" (Szasz 1972b, 53).

3 Das abweichungstheoretische Modell Der entschiedensten Kritik sah sich das medizinische Modell von Vertretern des sog. "Iabeling approach" ausgesetzt. Obwohl der einschränkend zu verstehende "Perspektivencharakter " (Keupp 1980c) aufgrund der im "Etikettierungsansatz" fehlenden Einheitlichkeit der theoretischen Grundlegung (vgl. Trojan 1978 10» hier weit eher als beim paradigmatisch geschlosseneren medizinischen Modell zu begründen ist, lassen sich seine wesentlichen Komponenten dennoch zu einem komprimierten Bild zusammenfügen.

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