Fruhstuck bei Sokrates. Philosophen ganz privat by Frederic Pages

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Im Grunde ist es, wie man in Longchamp sagt: ein schlechtes Pferd, das stur geradeaus galoppiert, kommt schneller zum Ziel als ein Supercrack, der 46 in alle Richtungen ausschlägt. Ich, lieber Leser, behaupte nicht, schlauer zu sein als andere. Mir wäre es manchmal lieber, ich hätte einen weniger sprunghaften Geist und dafür die Kreativität, das Gedächtnis, die Geistesgegenwart mancher anderer Leute. ) Ich hatte - das sage ich ohne Scheu - ganz einfach Glück in meiner Kindheit. Ich wuchs in einem besonders anregenden Milieu auf und hatte reichlich Gelegenheit, meinen Kopf anzustrengen.

11. Zu den Lieblingsbeschäftigungen der Philosophen gehörte die Erziehung von Prinzen und jungen Aristokraten. Die Ergebnisse waren im allgemeinen katastrophal. Platon versuchte es in Syrakus während eines Erbfolgekrieges, der den Stadtstaat und ganz Sizilien nach dem Tod des Tyrannen Dionysios entzweite. Der Aristokrat Platon hatte nichts gegen Diktaturen. Er wollte sie nur im Licht seiner Philosophie »erleuchten«. Dreimal reiste er nach Sizilien. Aber er traf die falsche Wahl. Gegen Dionysios den Jungen, den Sohn des Tyrannen, ergriff er Partei für einen gewissen Dion, den er zu seinem Schüler machen wollte.

Und auch - eine französische Erfindung - für Gymnasiasten ... Da haben wir dann seine nach Altersklassen eingeteilte, sorgfältig homogen zusammengesetzte Hörerschaft. Weil er sich um »junge Leute« kümmert (ein verschwommener Begriff, der einst bis zum vierzigsten Lebensjahr reichte), hat der »Philosophieprof« das Gefühl, Sokrates zu gleichen. Als ob Alkibiades wie ein Schüler der Abiturklasse ausgesehen hätte... Mit Aufseher- und Reproduktionsaufgaben beschäftigt (an der Universität befaßt er sich nur noch mit der Heranbildung weiterer Philosophieprofs), untermauert er seine Stellung mit Hilfe der »Pädagogik«.

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