Der berufliche Aufstieg der Frau: Arbeitsmarktstrategien zur by Monika Langkau-Herrmann

By Monika Langkau-Herrmann

A. Auftrag und Zielsetzung der Untersuchung Die Diskussion über die Stellung der Frau in unserer Gesellschaft hat in jüngster Ver­ gangenheit an Intensität zugenommen. Die Zahl der wissenschaftlichen Veröffentlichun­ gen zu diesem Thema ist überproportional angestiegen und es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht in den Tageszeitungen und Zeitschriften der Bundesrepublik Deutschland zu diesem Problemkreis Stellung genommen wird. Faßt guy das Ergebnis der bisherigen Diskussion zusammen, so läßt sich sagen, daß die Betroffenen selbst - die Frauen -, die Gesellschaft allgemein und die politisch Handelnden immer weniger bereit sind, vom Leit­ bild der Frau als Hausfrau und Mutter auszugehen und ihr z. B. einen Platz in der außer­ häuslichen Erwerbswelt nur dann zuzugestehen, wenn sie entweder nicht verheiratet ist und/oder keine Kinder hat. Daraus ergibt sich notwendigerweise die Forderung, Frauen in stärkerem Umfang als bisher an den von der Gesellschaft anerkannten Werten wie Bildung, politische Betätigung, Arbeit usw. teilnehmen zu lassen. Die vorliegende Arbeit befaßt sich ausschließlich mit der Frage, was once von der Gesellschafts-, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik getan werden muß, um mehr Frauen als bisher in den Arbeitsprozeß einzugliedern. Dabei kann es nicht nur darum gehen, kurzfristig eine quantitative Zunahme der Zahl der erwerbstätigen Frauen anzustreben, daneben ist es noch dringender erforderlich, mehr Frauen als bisher in die Lage zu versetzen, qualifizierte Berufe und Tätigkeiten auszuüben, da nur dann eine weitergehende Integration in die Arbeits-und Berufswelt erfolgen kann. Da letzteres nur durch langfristig wirkende Maß­ nahmen z. B.

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20. Vgl. hierzu Richtlinien für den Unterricht in den Realschulen, Schriftenreihe des Kultusministeriums NRW, 1967, zitiert bei CH. CESAR u. , S. 959. Vgl. CH. CESAR u. , S. 960, die Untersuchung enthält weitere Beispiele der Differenzierung vor allem in den Fächern Geschichte und Chemie. Vgl. Lehrpläne für die Hauptschule in NRW, Heft 4, Teil V, A 2/5, zitiert bei CH. CESAR u. , S. 960. Vgl. CH. CESAR u. , S. 960. 38 Wegen der bestehenden zahlreichen geschlechts spezifischen Differenzierungen der Bildungs- und Unterrichts inhalte nach Schultypen und Ländern, konnten in diesem Zusammenhang nur einige markante Beispiele dafür gegeben werden, wie bestehende Rollenklischees über die Begabung von Mädchen auf technisch-naturwissenschaftlichem Gebiet unter Vernachlässigung neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse 74 unreflektiert reproduziert und nicht abgebaut werden.

A. auf Grund der Ergebnisse einer Studie von H. ANGER 81 zu folgender Aussage: »Der durchschnittliche Lehrer, ob an einer Volksschule, ob in der höheren Schule, dürfte kaum aufgeklärter sein als sein eigener Lehrer, die Professoren. « Dies kann nicht erstaunen angesichts einer überwiegend einseitig ausgerichteten, fachorientierten Ausbildung (insbesondere der Lehrer höherer Schulen) und des Selbstverständnisses der Lehrer. »Die Gymnasiallehrer verstehen sich primär als Fachwissenschaftler, welche vorwiegend mit richtig ausgewähltem Stoff Bildung vermitteln und der Ansicht sind, damit die Erziehungsaufgabe zu erfüllen.

CH. CESAR u. , S. 960. 38 Wegen der bestehenden zahlreichen geschlechts spezifischen Differenzierungen der Bildungs- und Unterrichts inhalte nach Schultypen und Ländern, konnten in diesem Zusammenhang nur einige markante Beispiele dafür gegeben werden, wie bestehende Rollenklischees über die Begabung von Mädchen auf technisch-naturwissenschaftlichem Gebiet unter Vernachlässigung neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse 74 unreflektiert reproduziert und nicht abgebaut werden. Dabei geht es hier nicht darum, möglichst viele Frauen »entgegen ihrer Natur« in technisch-naturwissenschaftliche Bereiche zu drängen oder um die vollständige Nivellierung von Geschlechtsunterschieden, sondern vor allem darum, auch für Mädchen den tatsächlichen Spielraum »freier« Entscheidung zu erweitern, indem gesellschaftliche ivfechanismen, die den faktischen Verhaltens- und Entscheidungsspielraum der Mädchen einschränken, durch entsprechende bildungspolitische Maßnahmen beseitigt werden.

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