Barbara Mettler-Meibom Breitbandtechnologie: Über die by Barbara Mettler- von Meibom

By Barbara Mettler- von Meibom

Diese Arbeit ist von dem Wissen bestimmt, dass es bei techno logischen Innovationen nicht nur die Frage gibt, wie etwas eingefuhrt wird, sondern auch, ob guy es einfuhren solle. Eine solche ob-Frage stellte und stellt sich auch heute bei der Breitbandtechnologie, und zwar sowohl in ihrer Variante als Kupferkoaxialkabelnetz fur die Verteilung von Horfunk und Fernsehen wie auch als Glasfasernetz fur die Einfuhung einer umfassenden Breitbandkommunikation. Beide Arten von neuen Fernmeldeinfrastrukturen werden vor aussichtlich so hohe soziale Kosten verursachen, dass guy sie in dieser shape als sozial nicht vernunftig ablehnen sollte; uberdies sind sie weder technisch noch okonomisch zwingend. Eine solche Einschatzung bedarf der Begrundung. Diese Studie liefert dazu einen Beitrag. Daruber hinaus geht sie der Frage nach, warum gegenwartig wenig Evidenz dafur zu erken nen ist, dass eine umfassende Breitbandverkabelung (in beiden Varianten) zu verhindern ist. Dabei beschaftigt sie sich insbesondere mit der Frage, ob die Sozialwissenschaften einen Beitrag leisten konnen, um zu einer sozialvertragli cheren Netzpolitik zu gelangen. IIZweifellos ist fur alles, was once sich lohnt, ein Preis zu zahlen: um die Technologie in eine neue Richtung zu lenken, so dass sie dem Menschen dient, statt ihn zu zer storen, muss guy in erster Linie seine Vorstellungskraft anstrengen und frei von 1I Furcht sein. IIEin hochentwickeltes Verkehrs- und Kommu nikationswesen hat eine ungeheuer machtige 1I Wirkung: es entwurzelt die Mens

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Exportmarketing

Der Absatzstil im AuBenhandel weist von jeher einen starker konservativen Charakter als derjenige des Inlandsgeschaftes auf. Das ist eine alte Tatsache. 1m Export wurde erst relativ spat zu einer kontinuierlichen, konsequent geplanten Marktbearbeitung und Marktpflege iibergegangen. Mit der nahezu permanenten Ausweitung des Ausfuhrvolumens und der Exportquote vieler Unternehmen fan den die Auslandsmarkte immer groBere Beachtung, und dies urn so mehr, als sich die Exportunternehmen, verglichen mit friiheren Zeiten, veranderten Bediirfnissen, Wiinschen und Problemen der ausHindischen Abnehmer gegeniibergestellt und einem intensiveren Wett bewerb auf fremden Absatzmarkten ausgesetzt sahen.

Internationale Handelsfinanzierung: Strategien für Auslandsinvestitionen und Handel

Herbert Keßler ist Prokurist und Abteilungsdirektor für Außenhandelsfinanzierung einer großen Landesbank und als Fachautor und Referent bekannt.

Wie beurteilt man eine Bilanz?

1 Das Recht des Jahresabschlusses. . . . . . eleven 1. 1 Die Bestandteile des Jahresabschlusses. . . . . . . . . . . 12 1. 1. 1 Die Bilanz. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 1. 1. 2 Die Gewinn- und Verlustrechnung . . . . . . . . . . sixteen 1. 2 Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung .

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B. die Versuche einzuordnen, die Aktivitäten der multinationalen Konzerne an einen "code of conduct" zu binden. Greifen wir unser Paradigma von Versorgung und Entsorgung als Krisensymptom industrieller Gesellschaften erneut auf,so könnte man diese Auffassung von Technik wie folgt charakterisieren: Da Technik im anwendungsreifen Zustand neutral ist und die Technikanwendung menschlichen Entscheidungen unterliegt, also steuerbar ist, kann der Zyklus von Versorgung und Entsorgung durch entsprechende Steuerungsmaßnahmen tendenziell aufgehoben werden.

Die politische Diskussion über Technik und Wachstum und die Rolle der Sozialwissenschaften Von Zyklen der Versorgung und Entsorgung im zusammenhang mit den Wirkungen von Technik zu sprechen, ist nicht unumstritten. Für Jahrhunderte war es eine unumstößliche Gewißheit, daß technischer Fortschritt auch sozialen Fortschritt bringe - ja, daß der technische Fortschritt eine Vorbedingung des sozialen Fortschritts sei. Die unerhörten Erfolge der industriellen Gesellschaft durch TeChnisierung mühseliger und inhumaner Arbeit können für diese sicht ebenso als Beleg angeführt werden, wie sich auch immer wieder Hoffnungen auf Humanisierung weiterer Arbeitsvollzüge durch TeChnisierung für die Zukunft ergeben:Der Roboter kann zur Bewältigung gefährlicher Arbeit verwendet werden, das integrierte Telekommunikationsnetz kann Raum und Zeit überwinden und damit möglicherweise Krisen rascher beseitigen helfen,die Biotechnologie kann zur Wiederherstellung von Gleichgewichten in belasteten oder zerstörten Ökosystemen eingesetzt werden.

Die Krisen des industriellen Wachstumssystems waren offensichtlich genug und der Glaube an die Steuerbarkeit auch, um den Sozialwissenschaften in den siebziger Jahren zu einer bislang unbekannten Blüte zu verhelfen. Insbesondere die kommerzielle Auftragsforschung hatte es vergleichsweise leicht, Finanzen für Politikberatungsaufträge bewilligt zu bekommen. 2) Sozialwissenschaften galten - in dieser Phase ihrer verbreitetsten gesellschaftlichen Akzeptanz - als ein wichtiges Instrument zur "Rationalisierung" von Politik.

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